Berichte

Fahrzeugübergabe LF10/6

"Mit Geld allein lässt sich kein Feuer löschen"

Artikel aus der Rhein Neckar Zeitung vom 30./31.07.2011von Nadine Kühn

Freiwillige Feuerwehr Neckarelz-Diedesheim ersetzt mit neuem Löschgruppenfahrzeug zwei alte - Investition von einer viertel Million Euro

Neckarelz. (nak) Ganz neu und noch blitzend stand das neue Löschgruppenfahrzeug 10/6 mit dem Namen Florian Mosbach 2/42 in der Einfahrt der Freiwilligen Feuerwehr Neckarelz-Diedesheim. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Mosbach eröffnete die festliche, offizielle Übergabe des neuen Fahrzeugs, bevor der Diedesheimer Abteilungskommandant Thomas Heck die zahlreichen Gäste aus Politik und Verwaltung sowie der befreundeten Wehren begrüßte.

Er nahm in seiner Rede kurz Bezug auf die problematische Vergabe und dankte Oberbürgermeister Jann für die von Freundschaft und gutem Miteinander geprägte Zusammenarbeit, durch die „die Kühe doch noch vom Eis geholt werden konnten". Ebenso dankte er Landrat Dr. Brötel, den Mitgliedern des Gemeinderates für die Bewilligung der Gelder sowie einigen Spendern. Immerhin kostete das neue Fahrzeug 250 000 Euro. Hierzu gewährte der Landkreis einen Zuschuss in Höhe von 17 400 Euro. Das Land steuerte über die Festbetragsförderung noch einmal 58 000 Euro bei.
Das neue Löschfahrzeug, welches beim Autohaus Gramling bestellt und von der Firma Ziegler ausgebaut wurde, wird zum einen das alte Tragkraftspritzenfahrzeug von 1980 sowie das  Tanklöschfahrzeug 8/18 aus dem Jahr 1982 ersetzen. „Wir ersetzten zwei Fahrzeuge durch eines und sind trotzdem alle glücklich", freute sich OB Jann in seinem Grußwort. Und auch Landrat Brötel betonte ob der in die Jahre gekommenen Fahrzeuge: „Die Neubeschaffungen sind sicher kein Luxus, sondern schlichte Notwendigkeit." Stellvertretend für alle Feuerwehrkameraden dankte er auch im Namen von Kreisbrandmeister Rainer Dietz dem Stadtkommandanten Detlev Ackermann und den Abteilungskommandanten Thomas Heck (Diedesheim) und Wolfgang Karch (Neckarelz)  für den bewundernswerten Einsatz für die Allgemeinheit. „Mit Geld allein lässt sich nämlich kein Feuer löschen und keine technische Hilfe leisten. Es sind vielmehr immer noch die Menschen, die  wir dafür ganz dringend brauchen." Aus diesem Grund wünschte MdL Georg Nelius zum Ende seines Grußwortes immer eine wohlbehaltene Rückkehr.

Detlev Ackermann verdeutlichte, dass der klassische Brandeinsatz einen immer geringeren Anteil an der Arbeit der Feuerwehr ausmache, die verstärkt in der technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz eingesetzt werde. Doch auch die Brandeinsätze würden immer komplizierter.

Pfarrer Dr. Stefan Rencsik erbat Gottes Schutz und Segen für das Fahrzeug und die Feuerwehr. Im Anschluss übergab Oberbürgermeister Jann den symbolischen Schlüssel - ein stattliches  Hefebackwerk - an Detlev Ackermann. Der Kommandant der Budapester Stadtfeuerwehr Ferenc Varga, überbrachte Grüße und Geschenke. „Bei guter Pflege kann ein solches Fahrzeug viele Feuerwehrgenerationen begleiten, wie man an den noch intakten Fahrzeugen sehen kann, die Ungarn von Mosbach erhalten hat", sagte Varga, der gemeinsam mit seinen Kollegen Tibor Kovács, Mihály Bakó und Toni Berger vom Deutschen Feuerwehrverband eine Medaille für internationale Zusammenarbeit erhielten.

Das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber erhielt Kreisausbilder Joachim Johmann für 25 Jahre aktiven Dienst. Geehrt für 40 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurden vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Andreas Hollerbach auch Roland Bayer; er erhielt die bronzenen Ehrennadel, die ebenfalls an Dr. Bernd Putze für seinen Dienst als Fachberater sowie Uwe Hacker für seinen besonderen Einsatz ging. Eugen Klingmann wiederum wurde für seinen besonderen Einsatz für die Feuerwehr mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Gleichzeitig wurden die Firmen  Elektro Hertel, Alte Mälzerei und die Bäckerei Mayer vom Deutschen Feuerwehrverband zu „Partnern der Feuerwehr" ernannt. Denn sie stellen Mitarbeiter für das Ehrenamt frei und leisten  finanzielle sowie ideelle Unterstützung.

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Gefahrgutübung am 28.05.2011

Eine auslaufende Flüssigkeit nach einem Verkehrsunfall wurde gemeldet. Bei einer ersten Erkundung stellte sich heraus, dass noch Personen im Fahrzeug eingeklemmt sind. Weiter konnte festgestellt werden, dass es sich um einen Gefahrstoff mit der Gefahrennummer 338 handelt.

Glücklicherweise handelte es sich bei diesem Szenario nur um eine Übung, welche am Samstag, den 28.05.2011 auf dem Firmengelände der BRN stattfand. Zusammen mit der Abteilung Mosbach Stadt rückten die Fahrzeuge der Abteilung Neckarelz-Diedesheim an, die zusammen den Gefahrgutzug der Feuerwehr Mosbach bilden.

Während die Mannschaft des ELW die Eigenschaften des Stoffes ausfindig machte, wurden bereits die ersten Trupps unter CSA ausgerüstet.
Das primäre Ziel lag auf der patientengerechten Rettung der verunfallten Personen.
Da es sich bei dem auslaufenden Stoff um eine brennbare Flüssigkeit handelte wurde durch die Mannschaft des TLF 16/25 der dreifache Brandschutz sichergestellt.
Die Mannschaft des TSF / TLF8/18 baute währenddessen den Dekonplatz auf, sodass eine Dekontermination erfolgen konnte. Nachdem die Personen aus dem verunfallten Fahrzeug befreit wurden, wurde mit zwei Trupps unter CSA das Leck mittels Leckdichtkissen abgedichtet. Hierbei konnten die CSA Träger ihr  erlangtes Wissen unter realistischen Bedingungen zeigen.

An einem zweiten Leck wurde die Auffangwanne untergestellt und mittels Handmembranpumpe das ausgelaufene Medium zurück in den Tank gefüllt.

 Link  zur Gallerie der Abteilung Mosbach Stadt 

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