Gerätehaus offiziell übergeben

Es ist keine Investition für die Feuerwehr alleine, sondern vielmehr für die gesamte Bevölkerung. Ein Stück Sicherheit für die Gemeinden Neckarelz und Diedesheim. So brachte es Landrat Dr. Achim Brötel schlicht auf den Punkt.

Am Wochenende des 07. + 08. Oktober war es nun soweit. Der Bau ist vollendet, die Fahrzeuge an ihrem Platz, alle Spinde in den neuen Umkleiden und bereits zahlreiche Einsätze erfolgreich abgearbeitet.

Es wurde Zeit den Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Neckarelz-Diedesheim gebührend zu feiern. Hierzu kamen zahlreiche geladene Gäste die mit eine Glas Sekt zur Führung durch die neuen Räumlichkeiten eingeladen wurden. Einmal mit eigenen Augen sehen was da geschaffen wurde. Solide und dennoch innovativ mit der ein oder anderen Finesse und viel Platz für sämtliche Bedürfnisse, so präsentierte sich die neue Feuerwache für alle Interessierten.

Neben Spatenstich und Richtfest gehört auch ein neu gepflanzter Baum zu einem neuen Haus. So wurden pünktlich um 18 Uhr die Schaufeln in die Hand genommen, bevor es zum offiziellen Festakt in den Saal über der Fahrzeughalle ging.

Begonnen wurde der Festakt mit der Eröffnungsrede des Kommandanten Marcus Reißfelder, der neben dem Neubau und dessen Umsetzung auch auf die sehr persönlichen Eindrücke und vergangenen Jahre in der Nachbarschaft des Gerätehauses einging. Mit dem Gerätehaus groß geworden und viele schöne Erinnerungen geteilt. So wurden die Erlebnisse rund um die Eichendorffstraße beschrieben. Dies weckte auch bei den anwesenden Kameradinnen und Kameraden viele Erinnerungen. Der Neubau sein das Eine, die Mannschaft und somit die Feuerwehr die dafür zuständig ist das Andere. Daher gab es auch ein Appell in Richtung der Politik, sich weiter um die passende Infrastruktur rund um Arbeitsplätze und Wohnungsbau zu bemühen, damit nicht die, die Tag täglich helfen die Gemeinde verlassen müssen und mit ihnen ein Stück der Feuerwehr geht.

Auch Oberbürgermeister Michael Jann ging in seinen Grußworten auf die Geschichte des Gerätehauses ein. Der kleine Satz „Man sollte mal“, war Startschuss für das neue Domizil. Aus vielen provisorischen Ideen wurde schlussendlich das, was nun zu sehen ist. Auch wenn die Kosten nicht gerade gering waren, griffen alle Rädchen ineinander sodass es zum bestmöglichen Erfolg des Projektes kam.

Mit gewohnt unterhaltsamer Rhetorik, konnte Landrat Dr. Achim Brötel die Zuhörer für sich gewinnen. Mit der Pistole auf der Brust, was das Zeitmanagement seiner Rede anging, brachte er es kurz auf den Punkt. Dieses Gerätehaus ist nicht für die Feuerwehr sondern für die gesamte Bevölkerung. Ein Stück Sicherheit für Neckarelz und Diedesheim.

Danke zu sagen war auch für den Architekten Franz Huber wichtig. Ein großes Projekt das sich sowohl stilistisch als auch funktional der Feuerwehr öffnet.

Neben den vielen Grüßen und Glückwünschen gehört es aber auch dazu, ein solches Gebäude zu segnen. Pfarrerin Frau Dr. Dengel von der evangelischen Kirchengemeinde und Diakon Erich Luffer, seitens der katholischen Kirchengemeinde, durften diese seltene Möglichkeit nutzen und die neue Wache unter geistlichen Schutz stellen.

Im Anschluss konnte Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr das Wort ergreifen und neben den Grußworten verdiente Kameraden für ihren langjährigen Dienst bei der Feuerwehr ehren. Besondere Ehre gebührte Wolfgang Karch, der zum Ehrenkommandanten ernannt wurde.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch die Musikschule Mosbach mit einem eigens hierfür zusammengestellten Repertoire.

Eine besondere Überraschung machte unser Kamerad Ralf Müller. Nachdem er vergangenes Jahr zurück in den Norden zog, kam er zur Einweihung zu Besuch und überreichte seinen ehemaligen Kameraden eine individuelle Feuerwehr-Tafel aus Edelstahl.

Im Gegenzug gab es aber auch eine Erinnerung an seine Zeit bei der Wehr aus Neckarelz-Diedesheim. Sein ehemaliger Helm, auf dem alle Kameraden unterschrieben, bekommt nun sicher einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause.

Abschluss bot das gemeinsame Abendessen in der herbstlich dekorierten Fahrzeughalle.